Kontakt | Impressum
 

Schriftart vergrößern Schriftart verkleinern In Farbe Schwarz-weiß
 
Naturerlebnis Vordereifel


Dürfen wir Ihnen weiterhelfen?


  Tel.: 02651 800995
tourismus@vordereifel.de

Mo. - Mi.: 8 - 12 Uhr
Do.: 8 - 16 Uhr

Fr.: 8 - 13 Uhr
Hier Prospekte anfordern!

Prospekte bestellen

Vordereifel - Natur.Freizeit.Leben auf Facebook

Urlaubsmagazin Mayen-Vordereifel

Die Wallfahrtskapelle St. Jost

Seite ausdrucken

St. Jost ist ein Ortsteil von Langenfeld und liegt im romantischen Nitztal. Neben der alten ehemaligen Mühle steht unmittelbar am Flüsschen Nitz die Wallfahrtskapelle St. Jost, die dem Heiligen Jodokus geweiht ist.

Wallfahrtskapelle St. Jost bei Langenfeld

Die Legende sagt, dass die Kapelle ursprünglich am Fuß des Burgbergs in Virneburg errichtet werden sollte. Bei einem starken Sturm wurde das Baumaterial jedoch von der über die Ufer getretenen Nitz weggespült und ca. zwei Kilometer talabwärts wieder gefunden. Der Graf glaubte an ein Zeichen des Himmels und erbaute dort, wo das Bauholz angespült wurde, die Kapelle.

Seit Jahrhunderten ist sie nun schon das Ziel vieler frommer Pilger, Gläubige bitten den Hl. Jodokus hier um eine gute Ernte, für Schutz gegen Gewitter, Schadenfeuer, Getreidebrand, Fieber, Pest und andere Krankheiten, insbesondere gegen Halsleiden. Seine Verehrung ist seit dem 9. Jh. in Deutschland weit verbreitet.

Die Kapelle ist das Ziel vieler Wallfahrten aus der näheren und weiteren Umgebung. Sie finden alljährlich an den zwei letzten September-Wochenenden und den beiden ersten Wochenenden im Oktober statt. Jedermann kann sich daran beteiligen (Auskunft beim Pfarramt Langenfeld).

Die Wallfahrtskapelle St. Jost selbst ist eine spätgotische Kapelle, allerdings mit barockem Altar. 1436 wurde sie erstmals in einer Grenzbeschreibung, urkundlich allerdings erst 1464 erwähnt, erbaut von dem Grafen Philipp von Virneburg. Dies geht auch aus dem Wappen im Gewölbeschlussstein in der Kapelle hervor. Der älteste Teil der Kapelle ist wohl der gotische Chor, der um 1400 entstanden ist, im 16. Jahrhundert wurde die Kapelle erweitert. Der jetzt zu besichtigende Altar wurde 1655 geweiht.

Eine Reliquie des heiligen Jodokus wurde im 14. Jahrhundert aus St. Josse in Frankreich von einem Grafen von Virneburg überbracht, befindet sich aber nun in der Pfarrkirche zu Langenfeld.

Da die enge und kurvige Zufahrtsstraße nach St. Jost hinab nur eine Fahrspur besitzt, bietet es sich förmlich an, den Weg dorthin zu Fuß zurückzulegen. Eine Empfehlung an dieser Stelle ist der Jodokusweg, der in Langenfeld beginnt und auf einem ca. 12 km langen Rundweg die Sehenswürdigkeiten rund um St. Jost streift, z.B. die "Schwarze Mutter Gottes" oder die "Jodokus-Säule".

Statue des Hl. Jodokus in der Wallfahrtskapelle St. Jost bei Langenfeld

Statue des Hl. Jodokus in der Wallfahrtskapelle St. Jost




Unweit der Kapelle wurde vor wenigen Jahren das Besucherbergwerk "Grube Bendisberg", das in einer ehemaligen Erzabbaugrube entstanden ist, eröffnet. Unmittelbar daneben befindet sich eine kleine Gaststätte, die "Bergmannshütte Bendisberg". Eine Besichtigung (mit Führung) des Besucherbergwerkes ist eine ideale Ergänzung zu einem Besuch in der Wallfahrtskapelle St. Jost.
 


 
[Foto Vorschauimage: H. Hartusch, Fotos im Text: Touristik-Büro Vordereifel]