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Besucherbergwerk GrubeBendisberg

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Das ehemalige Erzbergwerk Grube Bendisberg, das in einer herrlichen Wald- und Tallandschaft am malerischen Nitztal liegt, befindet sich in der Nähe der kleinen Wallfahrtskapelle St. Jost (Ortsteil der Ortsgemeinde Langenfeld) und ist über einen geteerten Wirtschaftsweg von Langenfeld aus bzw. über einen Feldweg von Virneburg durch das Nitzbachtal zu erreichen.

Bildergalerie

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Das 3-Stollen-Besucherbergwerk "Grube Bendisberg" ist in dieser Form in Deutschland einzigartig. Es bietet atemberaubende Einblicke tief ins Innere der Erde. Alte Bergmanns-Traditionen werden lebendig – eine faszinierende Welt inmitten von mühselig gebrochenem Gestein.
 
Der Bergbau auf Blei- und Zinkerze bei St. Jost und Virneburg kann auf ein hohes Alter zurückblicken. Die Grube Bendisberg baute einstmals auf insgesamt fünf Ebenen Erz ab; eine größere wirtschaftliche Bedeutung hat die Grube jedoch nie erreicht denn die Erzvorräte waren relativ gering.

Die beiden unteren Ebenen haben keinen unmittelbaren Zugang von außen. Sie stehen heute voll Wasser und sind nicht mehr erreichbar.

Im Jahr 2003 wurde der Tiefe Eisenheldstollen nach fast fünfzig Jahren wieder geöffnet, im November 2004 erfolgte dann die Öffnung des Mittleren Eisenheldstollens. Nach Besichtigung des Bergwerks war die Idee geboren, hier ein Besucherbergwerk zu errichten. Die engen Stollen und Strecken, Sprengstoff- und Haspelkammer, Rollen, Schütten, Erzgänge sowie die mineralischen Aussinterungen boten spannende Möglichkeiten in die Vergangenheit zu reisen.

Mit Hilfe der "Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein e.v., Kamp-Lintfort", war dieses Vorhaben dann auch überhaupt erst möglich. Denn in diesem Verein wirken ehemalige Bergleute, Bergwerksingenieure und Vermesser mit, die der Ortsgemeinde Langenfeld nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch konkret bei der Baumaßnahme – der inneren Erschließung des Bergwerks – zur Hand gingen und noch gehen, und einen großen Teil der erforderlichen Eigenleistung erbrachten.

So konnte schließlich, nach 7 Jahren anstrengender und intensiver Bau- und Entwicklungszeit, das "Besucherbergwerk Grube Bendisberg" im Oktober 2011 in Langenfeld eröffnet werden.
 
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: Führungen nur nach vorheriger Anmeldung möglich
Samstag, Sonntag und Feiertag: 11.00 Uhr / 14.00 Uhr / 16.00 Uhr

Preise Standardführung:
Erwachsene: 6,00 €
Jugendliche von 13-17 Jahre: 6,00 €
Kinder von 6-12 Jahre: 4,00 €
Kinder unter 6 Jahre: frei


Führungen für Gruppen sind auch außerhalb der genannten Zeiten nach Voranmeldung gerne möglich.

Anmeldung unter Tel. 0 26 55 - 96 29 96.


 
Von der früheren Grube Bendisberg sind äußerlich gut erkennbar noch einige interessante technische Denkmäler erhalten, z.B. eine riesige Berghalde, die sich den gesamten Hang des Nitzbachtals emporzieht und die Lage der Stollenmünder anzeigt, die alle zusammengeschossen wurden nachdem der Grubenbetrieb eingestellt war.

Neben Fundamentresten aus Stahlbeton, Teichen und Bassins bestehen am Fuß des Berges noch ein Zechenhaus und ein Transformatorengebäude, die nach Umbaumaßnahmen jetzt als Wohnhaus bzw. als Café genutzt werden.
 
Heute gelangen die Besucher der "Grube Bendisberg" vom Parkplatz aus zum Mittleren Eisenheldstollen (die Entfernung beträgt ca. 1,5 km). Dort werden sie mit Helmen, Kopfhörern und ggfls. Grubenlampen ausgestattet und fahren in den Berg ein.

Wegen des großen Höhenunterschiedes zwischen den beiden Ebenen werden zwei unterschiedliche Führungen angeboten. Die Standardführung betrifft den Mittleren Eisenheldstollen und dauert ca. 1 bis 1,5 Stunden.

Die Sonderführung für Besucher, die ein besonderes Interesse am Bergwerk haben und die sich eine Befahrung beider Ebenen zutrauen, führt über den Mittleren Eisenheldstollen hinab zum Tiefen Eisenheldstollen und auf Wunsch wieder zurück. Diese Führung nimmt ca. 2 bis 2,5 Stunden in Anspruch.
 

Der Therapie-Stollen

Neu: der Therapie-Stollen im Besucherbergwerk Grube Bendisberg, für Menschen die unter Atemwegs- und Hauterkrankungen sowie Allergien leiden.

-   Der Therapiestollen liegt ca. 150 Meter im Berg im Bereich des mittleren Stollens, abseits der normalen Befahrungen des Bergwerks.
-  Der Therapieraum ist ca. 3 x 8 Meter groß, gelegen in Gesteinsformationen die 400 Millionen Jahre alt sind.
-  Anzahl der Gäste pro Belegung/Sitzung: max. 6 Komfortliegen und 2 Stühle.
-  Dauer einer Therapiesitzung bis 90 Minuten.

Darüber hinaus finden sich im Gelände oberhalb des Mittleren Eisenheldstollens (= Eingangsbereich) Spuren von Erzabbau aus der Keltenzeit. Dort wurde Erz in sogenannten Pingen geschürft. Dieses Pingenfeld soll in den nächsten Jahren noch über einen geologischen Lehrpfad erschlossen werden, um es so den Besuchern zugänglich zu machen.


Die Bergmannshütte Bendisberg
Unmittelbar neben dem Eingang zum Besucherbergwerk befindet sich die "Bergmannshütte Bendisberg".
Das Obergeschoß bietet dem Gast in einem kleinen Museum mit Ausstellungsstücken viele Informationen über die Geologie, Erzlagerstätten und die Bergbaugeschichte; zudem wird der Raum als Schulungs- und Vortragsraum genutzt.
Im Erdgeschoß können u.a. Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre und mit traumhaften Ausblicken in Nitzbachtal genossen werden.


Kurzer Abriss zur Geschichte der Grube Bendisberg

  • 1900 bis 1904 wurde die Grube Bendisberg durch eine holländische Gesellschaft aufgeschlossen und betrieben.

    - Feuersbrunst in der Nacht vom 24. – 25.12.1903
       > Zerstörung der Aufbereitungsanlage
       > Anfang 1904 Stilllegung des Betriebes in St. Jost

  • 1915 Besitzübergang auf die Gesellschaft des „Altenbergs“

       > Zunächst nur Untersuchungsarbeiten zum Nachweis rentabler Vorkommen

  • 1937 Aufnahme des Grubenbetriebes mit Genehmigung des Reichswirtschafts Ministeriums
  • 1938 Errichtung einer Transformatorenstation sowie eines Maschinenhauses neben dem unteren Eisenheldstollen
  • 1940 Stilllegung der Grube nach mangelhafter Ausbringung
  • Ende 1948 Wiederinbetriebnahme der Blei- und Zinkerzgrube Bendisberg durch die AG des Altenbergs

    − Erster Betriebsplan:
       > Vorwiegende Reparaturarbeiten
       > Untersuchungen der Erzgänge
       > Vorbereitungen für den Abbau

  • 1950 Abbau der noch vor dem 2. Weltkrieg vorgerichteten Erzmengen
  • Ende 1956 bestehende Lagerstätten abgebaut. Aufgrund des niedrigen Metallpreises auf dem Weltmarkt wurden keine weiteren Erschließungsarbeiten arbeiten durchgeführt
  • 11.05.1957 Einstellung des Grubenbetriebes


 ... dann:

  • Öffnung des Mundlochs im Juli 2003, Aufwältigungsarbeiten durch „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein e.V.“, Kamp-Lintfort
  • Erster Versuch zur Öffnung des oberen Eisenheldstollen im Juni 2006
  • Öffnung des Mundlochs durch Bagger im April 2007
  • Bis Ende 2009 Ausbau des mittleren Eisenheldstollens
  • Ende 2009 Ausbau des oberen Eisenheldstollens zum Abenteuerstollen und zur Wetterführung
  • Ende 2009 Ausbau des tiefen Eisenheldstollens zum Abenteuerstollen mit Notausgang
  • Eröffnung des Besucherbergwerkes im Oktober 2011


© Verbandsgemeinde Vordereifel

 

» Flyer Grubde Bendisberg


 
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